Das Kreativcamp ist Drogenfrei
Wir möchten uns auf dem Kreativcamp nüchtern begegnen. Somit is unser Camp ein alkohol- und drogenfreier Ort. Wir sind der Überzeugung, dass Alkohol und Drogen nicht nöting sind, um gute Vibes auf einem Festival zu haben. Wir glauben sogar, dass Gemeinschaft, Kreativität und Selbsterfahrung intensiver und nachhaltiger erlebt werden können, wenn der Kopf frei ist.
Dennoch wollen wir Drogenkonsum nicht verteufeln. Wir befürworten ein „Recht auf Rausch“ und glauben das Drogenkonsum unausweilich zu Menschheitsgeschichte gehört und in allen Kulturkreisen einen berechtigten Platz hat – bzw. es auch einfach ab und an Spaß macht, dicht zu sein.
Allerdings wollen wir eine Alternative zu einer Festivalkultur schaffen, in der Offenheit, Verbundenheit, Spaß und Entspanntheit unausweichlich mit Drogenkonsum in Verbindung gebracht werden (wie man von Oktoberfest bis Fusion unschwer feststellen kann).
Wir wollen zeigen, dass ein Festival auch ohne Drogen möglich ist. Wir möchten den Blick darauf lenken, dass nüchtern gemachte Erfahrungen oftmals länger in uns nachschwingen und ein sehr kraftgebendes Erlebnis sein können.
Daher ist das Kreativcamp konsequent alkohol- und drogenfrei!
Das Kreativcamp versteht sich als Gemeinschaft auf Zeit
Das Kreativcamp ist ein Ort, an dem Menschen sich begegnen und es viel Raum für Gespräche, gemeinsame Zeit und Austausch gibt. Wir nehmen Mahlzeiten gemeinsam ein und viele unserere Workshops sind danach ausgerichtet, sich zu begegnen, sich mit anderen Menschen in Verbindung zu bringen oder sich auszutauschen.
Gleichzeitig trägt jeder von uns Verantwortung für das Festival. Daher erledigen wir Care-Arbeiten wie Kochen, Putzen, Abbau oder das Gelände in Schuss halten alle gemeinsam.
Da wir uns als eine Gemeinschaft verstehen und Wert auf einen durchgehenden Gruppenprozess legen, freuen wir uns, wenn alle das Festival die komplette Zeit besuchen. Wir möchten uns als Gruppe kennenlernen und wieder voneinander verabschieden.
Das Kreativcamp verbindet Kreativität, Handwerk, Selbsterfahrung und politische Arbeit miteinander
Wir glauben das keiner dieser Bereiche unabhängig vom anderen besteht. Handwerkliches Arbeiten verstehen wir ebenso als kreativen Ausdruck wie Malen oder Musizieren. Gleichzeitig beeinflussen sich Selbsterfahrung und Kreativität immer gegenseitig, da auch die Kreativität ein Ausdruck unseres Selbst ist.
Dabei lehnen wir eine Beschäftigung mit uns Selbst ab, die nicht auch gesellschafltiche Perspektiven miteinbezieht. Wir möchten uns nicht nur um uns Selbst drehen, sondern sehen uns als Menschen, die auch gesellschaftliche und politische Verantwortung tragen.
Somit sind wir ein kapitalismuskritisches, nachhaltiges, offenes, antirassistisches und antisexistsiches Festival.
Wir grenzen uns klar von alternativen und spirituellen Strömungen ab, die sich mit rechten Organsiationen gemeinmachen oder gar selbst rechtes Gedankengut reproduzieren!

